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Matasci Vini

19/10/2026

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Champagner: viel mehr als nur ein Anstossen

Ein Mönch, der der Legende nach Sterne trank. Flaschen, die wochenlang von Hand gedreht wurden, und kilometerlange, unterirdisch verborgene Weinkeller. Hinter den feinen Perlen des Champagners verbergen sich faszinierende Geschichten, Traditionen und überraschende Besonderheiten. Und alles beginnt in den Weinbergen einer französischen Region mit unverwechselbarem Charakter.

Woher kommt Champagner?

 

Champagner stammt aus dem Nordosten Frankreichs, aus der gleichnamigen Region mit ihren rebenbewachsenen Hügeln, kreidehaltigen Böden und ihrem kühlen Klima.

Zu den bekanntesten Anbaugebieten gehören die Montagne de Reims, die für ihren Pinot Noir bekannt ist, das Vallée de la Marne, wo die Rebsorte Meunier eine wichtige Rolle spielt, und die Côte des Blancs, die besonders gute Bedingungen für Chardonnay bietet.

Seit 2015 gehören ausgewählte historische Weinberge, Champagnerhäuser und Weinkeller der Champagne zum UNESCO-Welterbe.

Wichtig zu wissen: Nicht jeder Schaumwein ist Champagner. Die Bezeichnung ist ausschliesslich Weinen vorbehalten, die innerhalb des festgelegten Herkunftsgebiets nach klar definierten Vorschriften hergestellt werden.

 

Drei Rebsorten, viele Facetten

Champagner wird hauptsächlich aus Chardonnay, Pinot Noir und Meunier hergestellt. Chardonnay bringt Frische und Finesse, Pinot Noir verleiht Struktur und Charakter, während Meunier fruchtige Noten und Geschmeidigkeit beisteuert.

Durch die Assemblage von Weinen aus verschiedenen Weinbergen und häufig auch unterschiedlichen Jahrgängen entstehen Cuvées mit ganz eigenständigen Stilrichtungen.

Und was bedeuten die Bezeichnungen Blanc de Blancs und Blanc de Noirs? Blanc de Blancs bezeichnet einen weissen Champagner aus weissen Trauben, meist Chardonnay. Blanc de Noirs hingegen ist ein weisser Champagner, der aus dunklen Trauben hergestellt wird.

 

Wie entstehen die Perlen im Champagner?

Das Geheimnis liegt in der traditionellen Flaschengärung, auch méthode champenoise genannt.

Ausgangspunkt ist ein stiller Wein, dem Zucker und Hefe zugesetzt werden. Bei der zweiten Gärung in der Flasche entsteht Kohlendioxid, das für die charakteristischen Perlen verantwortlich ist.

Anschliessend reift der Champagner auf der Hefe. Vor dem Verkauf muss Champagner mindestens 15 Monate im Keller lagern, bei Jahrgangschampagner sind es mindestens drei Jahre. Während dieser Reifezeit entwickelt der Wein seine aromatische Komplexität.

 

Die Rüttelpulte: von Hand gedrehte Flaschen

Um die Hefesedimente im Flaschenhals zu sammeln, wurden traditionell sogenannte Rüttelpulte (pupitres) verwendet. Dabei handelt es sich um Holzgestelle mit schräg angeordneten Öffnungen. Beim Remuage werden die Flaschen regelmässig gedreht und schrittweise stärker geneigt. Diese Präzisionsarbeit wurde früher von spezialisierten Rüttelmeistern, den remueurs, ausgeführt. Heute übernehmen häufig mechanisierte Systeme diese Aufgabe.

Danach folgt das Dégorgement, bei dem die Ablagerungen entfernt werden. Anschliessend kann die sogenannte liqueur d’expédition, die Versanddosage, hinzugefügt werden, die den Süssegrad des Champagners mitbestimmt.

Hat Dom Pérignon den Champagner erfunden?

 

«Kommt schnell, ich trinke Sterne!»

Der Legende nach soll der Benediktinermönch Dom Pérignon diese Worte ausgesprochen haben, als er einen Schaumwein probierte. Tatsächlich hat er den prickelnden Champagner nicht erfunden, trug jedoch dazu bei, die Weinbereitungstechniken in der Abtei von Hautvillers zu verfeinern. Auch der berühmte Ausspruch über die Sterne ist historisch nicht belegt, gehört aber bis heute zu den bekanntesten Legenden rund um den Champagner.

 

Die unterirdischen Weinkeller der Champagne

Unter Reims und Épernay erstrecken sich kilometerlange unterirdische Gänge, in denen unzählige Flaschen lagern.

Einige davon, die sogenannten Crayères, sind ehemalige Kreidesteinbrüche, die zu Weinkellern umfunktioniert wurden. Die kühlen, relativ konstanten Temperaturen und die natürliche Luftfeuchtigkeit bieten ideale Bedingungen für die Reifung des Champagners.

 

Warum haben Champagnerflaschen einen gewölbten Boden?

Ist Ihnen schon einmal die Vertiefung am Boden einer Champagnerflasche aufgefallen?

Diese Form hat ihren Ursprung in der traditionellen Glasherstellung und kann zur Stabilität der Flasche beitragen.

In einer Champagnerflasche herrscht nämlich ein Innendruck von etwa 6 bar. Deshalb sind besonders robuste Flaschen aus dickem Glas erforderlich, deren Konstruktion diesem Druck standhält.

 

Brut, Extra Brut oder Demi-Sec?

Diese Bezeichnungen geben Auskunft über den Süssegrad des Champagners.

Extra Brut ist besonders trocken, Brut weist einen geringen Zuckergehalt auf, während Demi-Sec deutlich süsser ist. Jeder Stil hat seinen eigenen Charakter und lässt sich je nach persönlichem Geschmack und Anlass auswählen.

 

Champagner zum Essen? Auf jeden Fall!

Champagner ist weit mehr als nur ein Aperitif. Ein frischer Blanc de Blancs passt hervorragend zu Fisch und Meeresfrüchten, während ein kräftigerer Champagner gut mit Geflügel und Käse harmoniert. Ein Demi-Sec kann hingegen weniger süsse Desserts begleiten.

Um Champagner zu geniessen, braucht es keinen besonderen Anlass.

Entdecken Sie die Champagner-Auswahl von Matasci und finden Sie den Stil, der am besten zu Ihrem Geschmack passt.

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